Tom Bartels, Medienkriege, Geheimdienste

1. „Wie tickt Tom Bartels?“
(newsroom.de, Markus Wiegand)
Ein Interview mit Tom Bartels, der das Finale der Fußball-WM kommentieren soll: „Jeder Reporter, auch ich, könnte einfach zehn Prozent mehr schweigen. (Man hört eine Frauenstimme im Hintergrund.) Meine Frau Tina, die gerade wiederkommt, ruft: 20 Prozent.“

2. „Pressefreiheit mitgelöscht“
(berliner-zeitung.de, Jonas Rest)
Vom Recht auf Vergessenwerden betroffene Zeitungen müssen „eine Möglichkeit des außergerichtlichen Widerspruchs haben“, findet Jonas Rest: „Ansonsten verkommt die Pressefreiheit zur funktionslosen Dekoration: Es werden viele kritische Texte auf den Servern von Nachrichtenportalen liegen, die aber nutzlos sind, da sie niemand findet, wenn er sie wirklich braucht.“ Siehe dazu auch „Google reverses decision to delete British newspaper links“ (reuters.com, englisch).

3. „Kiews Dilemma mit den russischen Medien“
(nzz.ch, Rudolf Hermann)
Die ukrainischen Behörden fragen sich, wie sie mit russischen Medien umgehen wollen, die „offen desinformieren“, berichtet Rudolf Hermann: „Nicht nur in Russland, sondern auch in weiten Teilen der russischsprachigen Ostukraine gehört russisches Fernsehen zu den wichtigsten Informationskanälen. Die Objektivität der Information wird dabei wenig hinterfragt.“

4. „Der Krieg der Phrase“
(wahrheitueberwahrheit.blogspot.ch)
Der „erste Medienkrieg“ der Geschichte.

5. „‚Spüre die Angst auch schon in Deutschland'“
(deutschlandradiokultur.de, Korbinian Frenzel)
Boris Reitschuster, Autor des Buchs „Putins Demokratur“, redet über seine Erfahrungen mit dem russischen Geheimdienst FSB: „Ich wurde einmal festgenommen, ich wurde einmal umgefahren von einem Auto, absichtlich, wo man sagte, ich stehe ich Weg. Man hat mich dann umgefahren. Ich wurde einmal verprügelt. Man wird richtig ängstlich, ich spüre diese Angst inzwischen auch schon in Deutschland, wenn ich jemand sehe mit einer Kunstlederjacke und mit einem bestimmen Haarschnitt, dann fange ich schon an nervös zu werden, obwohl es hier in Deutschland natürlich Fehlalarm ist.“

6. „Von der NSA als Extremist gebrandmarkt“
(tagesschau.de, Lena Kampf, Jacob Appelbaum und John Goetz)
Wer sich mit Software zum Schutz vor Überwachung im Internet beschäftigt, wird von der NSA als „Extremist“ markiert: „Extremisten? Das Gegenteil ist der Fall, wie die Recherchen zeigen. Die deutschen Opfer sind politisch keinesfalls am äußeren Rand zu finden. Extrem sind sie allein in einem Punkt: Sie sind besorgt um die Sicherheit ihrer Daten. Und genau das macht sie in den Augen des US-Geheimdienstes verdächtig.“