Native Advertising, Flattr, Babyhandel

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Breiter geht’s nicht“
(tagesspiegel.de, Markus Ehrenberg)
Hat die „Tagesschau“ ein Foto eines Strands in Südkorea verfälscht? Kai Gniffke, Chefredakteur ARD-aktuell, nimmt wie folgt Stellung: „Bei der Bildbearbeitung gelten bei uns strenge journalistische Kriterien. Das Foto vom Strand wurde inhaltlich nicht verfälscht. (…) Dennoch haben wir beschlossen, solche Veränderungen künftig nicht mehr zuzulassen, damit kein Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Tagesschau aufkommt.“

2. „Flattr: Der Button für Häme und Schadenfreude“
(blogs.taz.de/hausblog, Sebastian Heiser)
Für welche Storys „taz“-Leser den Flattr-Knopf drücken: „Unsere Leser honorieren nicht die Artikel am stärksten, bei denen der Rechercheaufwand am größten ist, wir besonders ausführlich über Hintergründe berichten oder über Themen aus Regionen berichten, über die sonst niemand berichtet. Unsere Leser klicken auf den Flattr-Button, wenn es im Artikel gegen die Lieblingsfeinde unserer Leser geht. Und je deftiger wir austeilen, desto klicker.“

3. „Die Seelen-Verkäufer von ‚Spiegel Online'“
(stefan-niggemeier.de)
Was der „Spiegel“ über Native Advertising schreibt und wie „Spiegel Online“ damit umgeht.

4. „Gelöschte Kommentare sind keine Zensur: Was ist ‚Meinungsfreiheit‘?“
(scienceblogs.de, Florian Freistetter)
Florian Freistetter behandelt die Freiheit der Meinungsäußerung: „Ich habe sehr viele Meinungen zu sehr vielen Themen – aber ich habe deswegen zum Beispiel nicht das Recht, meine Meinung auch in der ‚Tagesschau‘ verkünden zu dürfen oder meine Meinung in einem Leitartikel in der FAZ zu veröffentlichen. Ich kann zwar der Chefredaktion einen Brief schreiben und sie bitten, meine Meinung zu publizieren. Aber wenn sie das ablehnt, dann ist das keine Einschränkung meines Rechts auf freie Meinungsäußerung.“

5. „‚Sunday Times‘ trifft auf TV-Sender: Wenn Journalisten zu Babyhändlern werden“
(spiegel.de, fln)
Beim Versuch, Babyhandel in Bulgarien nachzuweisen, treffen britische und bulgarische Journalisten aufeinander.

6. „Ist es Liebe?“
(journal21.ch, Sabine Windlin)
Schweizer Behörden zweifeln an der Liebe zwischen Bergbauer Guido und Buchhalterin Odalys.