Liveticker, Winnenden, Facebook

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „6 Tipps für einen besseren Liveticker“
(robotergesetze.com, Boris Hänßler)
Boris Hänßler denkt über Liveticker nach: „Die beliebtesten Wörter in einem Liveticker sind ‚könnte‘, ‚vermutlich‘, ‚wahrscheinlich‘, ‚hängt davon ab‘, ’sieht aus nach'“. (…) Liveticker sind natürlich eine wirtschaftliche, keine redaktionelle Einrichtung. Sie sorgen für hohe Klickzahlen, aber nicht für einen Informationsgewinn. Würde man den Uli-Liveticker zu einem Artikel zusammenfassen, würde ein Journalist vermutlich zwei Drittel der Infos rausschmeißen – und das zu Recht.“

2. „Nichts wissen, aber das in Echtzeit“
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Ticker und Liveblogs seien „nichts anderes als die Quintessenz des (verkehrten) Wegs, auf den sich der Online-Journalismus in Deutschland begeben hat“, findet auch Christian Jakubetz.

3. „Es gibt eine Marktlücke für gelassene Digitalmedien“
(konradlischka.info)
Das langsame Tempo im Journalismus gelte „in Deutschland vielen Medienmachern als originärer Weltzugang der Printmedien“, schreibt Konrad Lischka. „Digital ist schnell, Print ist langsamer und analytischer. Dabei ist ein Teil des Publikums schon weiter“.

4. „Weiterfragen statt wegrennen“
(taz.de, René Martens)
5 Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden blickt René Martens zurück und fragt, welche Lehren sich ziehen lassen daraus für die Medienberichterstattung.

5. „Wie wir alle am Tropf von Facebook hängen – Buzzfeed, Upworthy, Postillon, Schlecky, Ronny, wir Blogrebellen und so weiter“
(blog.rebellen.info, martin)
Welche Websites gemäß Similarweb.com zu wie viel Prozent von Facebook Leser erhalten und wie viel das vom gesamten Traffic ausmacht. „Wenn die Nachricht wichtig ist, dann wird sie mich erreichen – so das gängige Narrativ. Meine These: Die Nachricht wird Dich nur dann erreichen, wenn Facebooks Algorithmus das so will und Du Dich mit der Offenlegung Deiner Daten zum gläsernden Konsumenten machst.“

6. „Langer, aus einzelnem Schachtelsatz bestehender Artikel nur schwer verständlich“
(der-postillon.com)