Massenmedien, ZDF-Staatsvertrag, Thesen

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Thesen zur Zukunft des Journalismus – Was bisher geschah“
(sebastian-langer.net)
Sebastian Langer zählt einige bisher veröffentlichte „Thesen zur Zukunft des Journalismus“ zusammen: „Vorhang auf für insgesamt 273 Thesen.“

2. „Facebook zensiert Berichterstattung über MDR-Doku“
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Der bei Facebook geteilte Artikel „‚Make Love‘: Sex-Doku bringt MDR zum Höhepunkt“ wird von Facebook entfernt.

3. „Are newspapers losing ‚mass media‘ mojo?“
(newsosaur.blogspot.ch, Alan D. Mutter, englisch)
Sind Zeitungen noch Massenmedien? Alan D. Mutter hält fest: „With aggregate revenues this year likely to remain comfortably north of $20 billion, the newspaper industry remains a substantial business. But it is less than half as substantial as it was a scant seven years ago.“

4. „Google kann sich mit Springer schmücken“
(faz.net, Michael Hanfeld)
Axel Springer Media Impact verkündet „eine technologische Zusammenarbeit in der automatisierten Vermarktung digitaler Werbeflächen“ mit Google. Michael Hanfeld schreibt dazu: „Die Verlage müssen sich fragen, ob sie ihre eigenen Marken nicht dem Verfall preisgeben. Nebenbei rätselt man natürlich auch, was Springer eigentlich mit dem Feldzug für das Leistungsschutzrecht für journalistische Inhalte wollte, bei dem alle anderen brav hinterhergetrottet sind.“

5. „Zu viele Freunde“
(sueddeutsche.de, Wolfgang Janisch)
Die Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen „ZDF-Staatsvertrag“: „40 Prozent der 77 Fernsehrats-Mitglieder sind direkt von Bund, Ländern oder Parteien benannt, hinzu kommen drei Vertreter der kommunalen Spitzenverbände – ein Quantum Staat, das beispielsweise zur Verhinderung eines Intendanten genügt. Auch bei der Auswahl der übrigen Mitglieder hat der Staat irgendwie die Finger drin: Die Vertreter der Verbände dürfen sich die Ministerpräsidenten aus einer von der jeweiligen Organisation vorgelegten Dreierliste aussuchen. Und wer für bestimmte gesellschaftlich relevante Bereiche steht, entscheiden die Landesregenten freihändig.“

6. „NSA files decoded – What the revelations mean for you“
(theguardian.com, englisch)