News, Springerstiefel, Werner Herzog

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „News is bad for you – and giving up reading it will make you happier“
(guardian.co.uk, Rolf Dobelli, englisch)
Rolf Dobelli erklärt, was alles falsch ist am Konsum von News: „News leads us to walk around with the completely wrong risk map in our heads. So terrorism is over-rated. Chronic stress is under-rated. The collapse of Lehman Brothers is overrated. Fiscal irresponsibility is under-rated. Astronauts are over-rated. Nurses are under-rated.“

2. „Vergessen Sie die Springerstiefel!“
(vocer.org, Toralf Staud und Johannes Radke)
Toralf Staud und Johannes Radke bitten darum, den „Bilderbuchskin“ mit den Springerstiefeln zu vergessen, denn es gebe ihn praktisch nicht mehr. „Weil aber Fotoredakteure weiterhin uralte Bilder zeigen – und damit die Vorstellungswelt ihres Publikums prägen -, erkennt heute die Öffentlichkeit viele Rechtsextremisten nicht mehr.“

3. „BGH: VW hat was gegen ‚Volks‘-Reifen“
(juraforum.de)
Ein Markenstreit um „Volks“-Produkte zwischen Volkswagen und „Bild“: „Anders als das Oberlandesgericht hat der Bundesgerichtshof nicht ausgeschlossen, dass die Zeichen ‚Volks-Inspektion‘, ‚Volks-Reifen‘ und ‚Volks-Werkstatt‘ die bekannte Marke der Klägerin verletzen.“

4. „Kreischende Furien um 19 Uhr“
(taz.de, Felix Lee)
Nachrichtensprecherinnen in Nordkorea: „Wenn Jungdiktator Kim Jong-un sich mit Micky Maus bei einer Fernsehgala ablichten lässt, wechselt die Stimme zu mütterlich fürsorglich. Der hasserfüllte Tonfall ist für Themen zu Südkorea und den USA vorbehalten.“

5. „Ein kleiner Teufel namens Unfug“
(topfvollgold.de)
Was „Freizeit Monat“ aus einem Tweet von Boris Becker macht.

6. „99 Fragen an Werner Herzog“
(zeit.de, Moritz von Uslar)
Moritz von Uslar befragt Regisseur Werner Herzog: „Selten hat man erlebt, dass ein Mensch beim Sprechen und Geschichtenerzählen so auf Wirkung setzt: Er will verstören, aufrühren, in Erstaunen versetzen, er will die totalen Hämmer hinlegen. Gleichzeitig sind der biblische Ernst und die Humorlosigkeit seiner Ansagen natürlich auch kräftezehrend.“