Jonah Lehrer, Martin Meyer, Attentäter

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Kein Podium für ruhmsüchtige Attentäter“
(lto.de, Henning Ernst Müller)
Der Presserat empfehle bislang nicht, die Identifizierung eines Attentäters oder die Verbreitung seines Fotos zu unterlassen. „Die Täter werden in ihrem Streben nach Prominenz bislang regelmäßig zufrieden gestellt: Nationale wie internationale Medien verbreiten meist schon kurz nach einem Anschlag Namen und Bild des Tatverdächtigen. Nicht etwa eine Goldmedaille bei den olympischen Spielen, sondern ein Anschlag mit möglichst vielen Toten scheint die effektivste Methode zu sein, weltweiten Ruhm zu erlangen, sei er auch noch so negativ besetzt.“

2. „US-Journalist erfindet Bob-Dylan-Zitate“
(zeit.de)
Der 31-jährige Journalist Jonah Lehrer kündigt seinen Job beim „New Yorker“, nachdem ihm Zitatfälschungen nachgewiesen werden.

3. „Der preussische Zürcher“
(bazonline.ch, Hansjörg Müller)
Ein Porträt des NZZ-Feuilletonchefs, Martin Meyer.

4. „Ich wünsche mir eine Deutsche Nationalmediathek, oder: Das kurze Gedächtnis von RTL“
(leitmedium.de, ccm)
Caspar Clemens Mierau fordert, dass „auch private Sender in die Pflicht genommen werden, ein Archiv zu führen. Mindestens alle ausgestrahlten Sendungen sollten vorgehalten werden, wie auch wichtige Begleitmaterialien, Verträge, Pressetexte, usw. Es ist einfach bedauerlich, wenn kulturelle Geschichte nur versendet wird.“

5. „Die Schweizerische Depeschenagentur erhält schon heute zu viele Subventionen, sie braucht nicht noch mehr Steuergelder“
(arslibertatis.com)
Ars Liberatis denkt nach über die Unabhängigkeit der Medien vom Staat.

6. „Machen Sie sich das ganze Bild!“
(fernsehkritik.tv)
Fernsehkritik.tv veröffentlicht von der Sat.1-Dokusoap „Schwer verliebt“ einen Drehplan, einen Kandidatenvertrag und einen Einwilligungsvertrag für Angehörige.