1. Berliner Landesregierung will Informationsfreiheit beschneiden
(netzpolitik.org, Markus Reuter)
Die schwarz-rote Landesregierung in Berlin plane, das Informationsfreiheitsgesetz massiv einzuschränken, was dem eigenen Koalitionsvertrag (PDF) widerspreche. Einem neuen Gesetzentwurf (PDF) zufolge dürften amtliche Dokumente künftig unter Verschluss bleiben, wenn sie kritische Infrastrukturen beträfen oder in direktem Zusammenhang mit laufenden beziehungsweise geplanten Ermittlungsverfahren stünden. Arne Semsrott von der Initiative “FragDenStaat” kritisiere dieses Vorhaben scharf. Die Koalition wolle durch solche Ausnahmeregelungen offensichtlich die Aufdeckung politischer Affären behindern und sich einer demokratischen Kontrolle entziehen.
2. Neugierige Journalisten verhaftet
(taz.de, Wolf Wittenfeld)
In der Türkei seien drei Journalisten inhaftiert worden, nachdem sie im Auftrag einer unabhängigen Nachrichtenagentur Filmaufnahmen vom US-Luftwaffenstützpunkt İncirlik gemacht hätten. Die Festnahmen gälten offenbar als gezielte Abschreckungsmaßnahme der Regierung Erdoğan. Der türkische Präsident wolle angesichts der hochsensiblen diplomatischen Lage in Zusammenhang mit US-Präsident Donald Trump sowie drohender wirtschaftlicher Kriegsfolgen die absolute Kontrolle über die Berichterstattung im Land behalten.
3. “Es stellt sich eine gewisse Ermüdung ein. Von der Nachrichtenflut, der Bilderflut, der Videoflut”
(journalist.de, Catalina Schröder)
Die “funk”-Journalistin und ZDF-Moderatorin Victoria Reichelt beobachtet bei vielen Menschen eine zunehmende Ermüdung durch die allgegenwärtige Nachrichten- und Bilderflut. In der extremen Marktmacht der Plattformen und den aktuellen politischen Eskalationen sieht sie eine große Chance für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dieser könne gerade in Krisenzeiten eine verlässliche Orientierung bieten. Um junge Zielgruppen digital zu erreichen, plädiert Reichelt in diesem Interview für einen emotionaleren und agileren Politikjournalismus.
4. Wie “Kidfluencer” in Sozialen Medien ausgebeutet werden
(tagesschau.de, Severine Naeve)
Severine Naeve beschäftigt sich bei tagesschau.de mit dam Phänomen, dass Eltern ihre Kinder als sogenannte “Kidfluencer” auf Social Media vermarkten. Die Kinderrechtsaktivistin Sara Flieder warne eindringlich vor den unabsehbaren Folgen dieser unregulierten digitalen Kinderarbeit und betone, dass selbst vermeintlich harmlose Alltagsbilder im Netz regelmäßig von der Pädophilenszene missbraucht würden.
5. ARD gibt Einblick in Arbeitsweise der eigenen News-Teams
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Die ARD veranstalte am 19. März einen bundesweiten “Nachrichtentag”, um der Öffentlichkeit Einblicke hinter die Kulissen ihrer Nachrichtenproduktion zu geben. Die verschiedenen Landesrundfunkanstalten böten dabei ein vielfältiges Programm für unterschiedliche Zielgruppen an, das von Redaktionsführungen und Instagram-Livestreams bis hin zu interaktiven Workshops reiche, in denen die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die News-Gestaltung erhalten könnten.
6. Germany’s Next Flopmodel – Wie sich GNTM selbst zerstört hat
(youtube.com, Sashka, Video: 15:33 Minuten)
In ihrem aktuellen Video kritisiert die YouTuberin “Sashka”, dass die angebliche Neuausrichtung von “Germany’s Next Topmodel” (“GNTM”) hin zu mehr Diversität und Body Positivity lediglich eine heuchlerische PR-Fassade sei. Im Kern basiere die Sendung weiterhin auf einem toxischen Machtgefälle sowie der bewussten Bloßstellung unerfahrener Kandidatinnen. Echte internationale Modelkarrieren nach der “GNTM”-Teilnahme seien die absolute Ausnahme. Das Format diene primär dazu, neues Personal für diverse Trash-TV-Sendungen und Influencer-Karrieren zu produzieren.
