Corona-Erklärstücke, Merkwürdige Stimme, Clan-Hype durch Medien?

1. Die besten Erklärstücke zum Coronavirus weltweit
(digitalpresent.tagesspiegel.de, Hendrik Lehmann)
Die Zeit der Corona-Krise ist auch die Zeit des Datenjournalismus. Der „Tagesspiegel“ hat sich auf der ganzen Welt nach den besten Infografiken, Animationen und Erklärstücken zum Coronavirus umgesehen.

2. Wechselspiel mit rechten Medien
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers, Audio: 6:02 Minuten)
Seit vielen Jahren pflegt der Sänger Xavier Naidoo ein äußerst krudes Weltbild, das er regelmäßig mit der Öffentlichkeit teilt — ob durch fragwürdige Songtexte, wirre Interviews oder rassistische Statements. Michael Borgers berichtet von Naidoos Nähe zu einem Verschwörungstheoretiker und zum Netzwerk der Neuen Rechten.

3. „Republik“ überlebt
(sueddeutsche.de)
Das Onlinemagazin „Republik“ verfügte bei seinem Start im Jahr 2017 über 7,7 Millionen Franken, die sich aus Crowdfunding-Einnahmen und Investorengeldern zusammensetzten. Dieses Kapital hatte sich erschöpft, so dass die Schließung drohte. Nun hat man weitere zweieinhalb Millionen Franken eingeworben und kann den Betrieb aufrechterhalten.

4. Die Schweizer dürfen das
(zeit.de, Lenz Jacobsen)
Lenz Jacobsen hat sich mit dem Leiter des Berliner Büros der „NZZ“, Marc Felix Serrao, zum Gespräch getroffen. Jacobsen schreibt: „In den vergangenen drei Jahren ist die Schweizer Zeitung zur merkwürdigsten Stimme des deutschen Journalismus geworden. Mittlerweile acht Redakteure produzieren in Berlin ein Medium, das aus der Schweiz kommt, aber für Deutschland schreibt; das von rechts bejubelt wird, sich aber als Festung der bürgerlichen Mitte versteht; das sich auf den Liberalismus und die Nüchternheit der NZZ beruft, aber vor allem gern und oft weiß, was in Deutschland alles falsch läuft.“

5. Clan-Hype durch Medien?
(youtube.com, Zapp, Video: 8:52 Minuten)
Clan-Kriminalität ist ein ernstes Thema, das eine angemessene Berichterstattung verdient. Einige Medien bieten den Kriminellen jedoch eine Bühne, auf der diese sich regelrecht inszenieren können. „Da wird ein Heldenstatus aufgebaut. Das wirkt auf junge Leute. Das ist sehr gefährlich, denn das blendet aus, worum es wirklich geht: Schwerstkriminalität“, so Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei. „Zapp“ berichtet über den fragwürdigen Umgang der Medien mit den Clans und den sich aufplusternden Clan-Kriminellen.

6. Warum wir die Maus jetzt brauchen
(welt.de, Christian Meier)
Als Angebot für die von den Schulschließungen betroffenen Kinder und Eltern strahlt der WDR „Die Sendung mit der Maus“ zurzeit täglich aus. Christian Meier singt in der „Welt“ ein Loblied auf den kleinen Nager: „Wir brauchen jetzt die Maus, die unseren Kindern die Welt erklärt, selbst wenn sie auf Corona wohl nicht vorbereitet war. Eine Folge am Tag reicht schon. Ein Nebeneffekt, der nicht zu unterschätzen ist: Auch uns Eltern helfen diese vertrauten Geräusche der Kindheit — Klimperklimper, Trööttrööt, Stapfstapf — in einer Zeit, in der wir jeden Tag ein Stück nervöser werden. Was würde die Maus jetzt tun?“