Laut der heutigen “Bild”-Zeitung haben “TV-Reporter” des afghanischen Senders Ariana Television vor dem Bomben-Anschlag in Kundus vom Samstag vorab einen Tipp bekommen. Bei dem Anschlag wurden drei Bundeswehrsoldaten getötet. “Bild” schreibt: “Terroristen bestellten Kameras zum Attentats-Ort” und zitiert den Nachrichtenchef von Ariana Television, Abdul Qadeer Merzai:
“Unser Korrespondent hat vorab einen anonymen Tipp bekommen, dass dort auf dem Basar etwas passiert.”
“Spiegel Online” ist der “Bild”-Geschichte nachgegangen und berichtet unter der Überschrift “TV-Sender dementiert Terror-Tipp der Taliban”:
Nachrichtenchef Merzai kann sich überhaupt nicht erklären, wie dieses Zitat von ihm in die Zeitung gelangte: “Das ist alles nicht richtig”, sagte er heute SPIEGEL ONLINE. Es habe keinen Tipp gegeben. (…) Er habe zwar am Sonntag mit einem deutschen Medium gesprochen, das um Informationen über den Anschlag gebeten habe, aber mit Sicherheit habe er dabei nichts von einem Tipp gesagt. (…) Auch der lokale Korrespondent des Senders in Kunduz sagte SPIEGEL ONLINE, er habe keinen Hinweis erhalten. Er sei lediglich, als er die Explosion gehört habe, zum Tatort geeilt. (…) Ein Sprecher der Bundeswehr in Kunduz sagte, man wisse ebenfalls nichts über einen angeblichen Tipp, das über Gerüchte aus der Presse hinausgehe.
Außerdem heißt es bei “Spiegel Online”:
Ein Mitverfasser der “Bild”-Geschichte, mit dem SPIEGEL ONLINE heute sprach, wollte sich nicht zu Merzais Widerspruch äußern.
P.S.:“Bild” illustriert ihre Geschichte übrigens mit dem großen Foto eines Soldaten, der “blutüberströmt” offenbar zwischen “umgestürzten Blechfässern, Eimern, Lampen und Töpfen” liegt und von “Bild” nicht unkenntlich gemacht wurde. Und es stellt sich die Frage, wie groß das öffentliche Informationsinteresse am Gesichtsausdruck des Opfers kurz nach dem Anschlag ist.
Vergangenen Sonntag zitierte die “Bild am Sonntag”diverse CDU- und CSU-Politiker, die sich gegen eine Begnadigung des ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar durch den Bundespräsidenten ausgesprochen hatten. Darunter auch den CSU-Generalsekretär Markus Söder, der im “Spiegel” eine “Begnadigung Klars als ‘schwere Hypothek’ für Köhlers Wiederwahl” bezeichnet hatte.
Am Montag zitierte auch “Bild”Söder mit dieser Äußerung, ebenso wie andere CDU- und CSU-Politiker, die sich kritisch zu einer Begnadigung Klars geäußert hatten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), die wegen dieser Kritik “Respekt” vor dem Bundespräsidenten gefordert hatten, zitierte “Bild” nicht (wir berichteten).
Am Dienstag meldeten quasi alle Agenturen, dass Markus Söder wegen der in “Bild” zitierten Äußerung von Politikern verschiedenster Parteien kritisiert werde. Manche forderten sogar Söders Rücktritt und selbst Kollegen aus der CSU griffen ihn an. Entsprechend berichteten diverse Medien am Dienstag im Internet darüber und/oder am Mittwoch in ihren Druckausgaben. Ein paar Beispiele:
Söder soll sich bei Köhler entschuldigen (…) auch Politiker der Union haben sich von der Kritik des CSU-Generalsekretärs Söder an Bundespräsident Köhler distanziert.
Kurz gesagt: Kaum eine Zeitung, kaum ein Online-Medium, egal welcher politischen Ausrichtung, kam an dem Thema vorbei. Selbst Boulevardzeitungen wie der “Berliner Kurier” oder gar die, wie “Bild” bei Springer erscheinende, “B.Z.” berichteten darüber.
Doch mindestens eine Zeitung, die vorher über die Äußerung Söders berichtet hatte, berichtete danach nicht über die Folgen:
“Bild”.
Weder am Dienstag, noch am Mittwoch, noch heute findet sich auch nur ein Wort dazu im Blatt*.
Mit Dank an Erik F. für den sachdienlichen Hinweis.
*) Am Mittwoch, als fast alle Zeitungen größer über die Kritik an Söder berichteten, schrieb “Bild” auf ihrer Seite 2 (der wichtigsten Politik-Seite) lieber über den Trauzeugen von “Bild”-Chef Kai Diekmann, der für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen ist. Zwei ehemalige polnische Außenminister und ein ehemaliger polnischer Ministerpräsident finden nämlich, dass Helmut Kohl ihn verdient hätte.
Wer den “Sport”-Bereich von Bild.de anklickt, dem kann es derzeit passieren, dass folgendes Viereck auf dem Bildschirm erscheint:
Und tatsächlich lauten die ersten Fragen:
Nutzen Sie zumindest gelegentlich den Sportbereich von Bild.T-Online?
Wie häufig nutzen Sie den Sportbereich von Bild.T-Online?
Welche Inhalte im Sportbereich von Bild.T-Online finden Sie interessant?
Dann aber nimmt der Umfrageverlauf eine überraschende Wendung:
Die weiteren Fragen der “Bild.T-Online Sportumfrage” lauten:
Welche der folgenden Paketdienste, also Anbieter, über die man Pakete und Päckchen verschicken kann, kennen Sie, wenn auch nur dem Namen nach?
Von welchen der folgenden Paketdienste haben Sie in letzter Zeit Werbung im Internet gesehen?
Haben Sie die folgende Werbung von DHL schon einmal im Internet gesehen?
Wie gut gefällt Ihnen diese Werbung von DHL?
Wo ist Ihnen Werbung für DHL sonst noch aufgefallen?
Wie interessant finden Sie das Gewinnspiel von DHL?
Und so weiter, und so fort.
Man könnte meinen, es handele sich bei dieser “Bild.T-Online Sportumfrage” eigentlich um eine DHL-Anzeige. Obwohl: Dann wäre sie ja bestimmt (insbesondere im Startfenster) auch als solche gekennzeichnet!
Mit Dank an O. für den Hinweis.
Nachtrag, 3.5.2007: Zahlreiche BILDblog-Leser berichten uns, ähnliche Umfragen auch in anderen Nachrichtenportalen wie “Spiegel Online” oder sueddeutsche.de entdeckt zu haben. Das macht die Sache nicht besser…
Chefredakteur Kai Diekmann will die “Bild”-Redaktion von Hamburg nach Berlin verlegen. Der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” sagte er wie zur Erklärung:
“Berlin ist gelebter Informationsvorsprung. Die ‘Bild’-Zeitung ist gedruckter Informationsvorsprung, deshalb gehört beides zusammen.”
“Bild” macht ja heute die Sängerin Sheryl Crow zum “Verlierer” des Tages, weil sie “im Internet-Forum der ‘Washington Post’ vorgeschlagen habe, zum Schutz des Waldes am Toilettenpapier zu sparen und “mit einem Blatt pro Sitzung auszukommen”.
BILD meint: Schnell spülen!
Dass Crows “eigenartige Gedanken” (“Bild”) womöglich nicht ganz ernst gemeint waren, steht seit heute auf Crows offizieller Website: “And by the way guys, the toilet paper thing…it was a JOKE!!” Und eigentlich hätte das den zuständigen “Bild”-Redakteuren auch spätestens bei der Lektüre von Crows Vorschlags selbst auffallen müssen können.
Doch wie’s aussieht, hat sich “Bild”, bevor sie ihren über elf Millionen Lesern die Sängerin als “Verlierer” des Tages präsentierte, ohnehin jegliche Recherche erspart — was wir nicht zuletzt daraus schließen können müssen, dass die US-Zeitung “Washington Post” gar kein “Internet-Forum” hat, in der Crows “eigenartige Gedanken” nachzulesen wären.
Veröffentlicht hatte Crow ihre Klopapier-Idee drum auch lieber im US-Promi-Weblog “Huffington Post” — am Donnerstag vergangener Woche übrigens.
Das hat sich Buchautor Brandon Hurst sicher nicht träumen lassen, als er alte Zeitungs- und Zeitschriftenarchive nach brauchbaren Zitaten von Angelina Jolie durchsuchte, um eine weitere Biographie über die Schauspielerin damit zu bestücken: Dass die deutsche “Bild”-Zeitung aus diesem recycleten Material einmal eine Titelgeschichte machen und es als “Schock-Beichte” bezeichnen würde und vermeintlich seriöse deutsche Medien den Unsinn auch noch ungeprüft übernehmen würden.
Der “Bild”-Artikel beginnt so:
“Ganz ehrlich, ich mag ganz verschiedene Typen: jungenhafte Mädchen, mädchenhafte Jungs. Ich fühle mich feminin und maskulin. Ich besitze selbst das ruhelose Gemüt eines Mannes.”
(Angelina Jolie in dem Enthüllungsbuch “Angelina Jolie”.)
Mehr müsste man gar nicht lesen, um zu wissen, dass entweder das Buch oder “Bild” oder beide hochstapeln. Denn das Zitat findet sich nicht erst in diesem “Enthüllungsbuch”. Es kursiert seitvielen, vielenJahren im Internet.
Auch dass sie eine langjährige Affäre mit Jenny Shimizu hatte, ist schonlangebekannt. “Bild” behauptet:
Angelina, die lange geschwiegen hatte, bestätigt nun: “Ich wollte sie nur noch küssen und berühren. Ich bemerkte, dass ich sie so ansah, wie ich Männer ansah. Das war toll. Es war nichts, nach dem ich gesucht hatte. Es passierte einfach, dass ich mich in ein Mädchen verliebte.”
Das Zitat scheint allerdings aus einem CBS-Interview von 2001 zu stammen. Darin wird sie allerdings allgemein auf ihre Bisexualität angesprochen:
Yeah, I was open about it because I learned and I wasn’t looking to be promiscuous or looking to be bisexual. I just suddenly looked at a woman and felt these things that I felt when I looked at a man and I understood and I had a beautiful time loving another person who happened to be a woman.
Zur “Schock-Beichte” gehört laut “Bild” auch diese Enthüllung in Bezug auf ihren Ex-Ehemann Billy Bob:
Über ihre Gedanken damals berichtet sie: “Wenn es einen sicheren Weg geben würde, sein Blut zu trinken, würde ich es gern tun.”
Im Original lautet das Zitat: “If there was a safe way to drink his blood, I’d love to.” Angelina Jolie sagte es gegenüber der Zeitschrift “Rolling Stone”, die es vor fast sechs Jahren, im Juli 2001 veröffentlichte.
Auch darüber, dass sie mit vierzehn einen Freund hatte, den sie überredete, ihr mit Messern Schmerzen zuzufügen, berichtete sie damals schon. Und anscheinend 2000 schon in der Zeitschrift “Maxim” und 1999 in der Zeitschrift “Access Hollywood”. Und ähnlich 2003 bei ABC.
Aus einem Buch, das all die alten Zitate wiederverwertet, macht “Bild” eine “Schock-Beichte” auf Seite 1. Und “Spiegel Online”* fällt voll drauf rein. Und die Online-Ableger von “Süddeutscher Zeitung”* und “Rheinischer Post”* haben beim Abschreiben nicht einmal gemerkt, dass der von “Bild” erweckte Eindruck, es handele sich um eine Autobiographie, falsch war.
*) Nachtrag, 26.3.2007: Süddeutsche.de hat den Artikel nachträglich ergänzt. Eingangs heißt es dort nun: “Bei diesem Buch handelt es sich um eine unautorisierte Biographie.” Und am Ende: Aber wie gesagt: Das Buch “Angelina Jolie” zitiert Angelina Jolie rauf und runter, aber Angelina Jolie selber hat dieses Buch nie autorisiert.” Bei rp-online.de ist inzwischen “ein Fehler aufgetreten” und der Artikel “leider nicht verfügbar”. “Spiegel Online” indes bleibt offenbar bei seiner Darstellung.
Nachtrag, 27.3.2007 (nur der Vollständigkeit halber): Süddeutsche.de hat den Artikel inzwischen vollständig, also auch inklusive der zahlreichen kritischen Leserkommentare, aus dem Angebot entfernt. Und “Spiegel Online” hat den ursprünglichen Satz “In wenigen Tagen kommt die Biographie der schönen Schauspielerin in Deutschland auf den Markt” nachträglich um den Hinweis “die allerdings nicht autorisiert ist” ergänzt.
Laut “Spiegel Online” hat die Ex-Terroristin Eva Haule den Springer-Zeitungen “Bild” und “B.Z.” per einstweiliger Verfügung untersagen lassen, Fotos zu veröffentlichen, “die – heimlich geschossen – sie als Freigängerin zeigen”. Außerdem sei es den Zeitungen untersagt, Einzelheiten über Haules Ausbildung zu verbreiten.*
Und auch der “Bild am Sonntag”, die (wir berichteten) Fotos der Ex-Terroristin Brigitte Mohnhaupt aus dem “Trostberger Tagblatt” “geklaut” und u.a. auf der Titelseite veröffentlicht hatte, wurde nun per einstweiliger Verfügung verboten, diese Fotos zu zeigen.
*) “Bild” hatte Haules Gesicht verpixelt. Laut “Spiegel Online” prüft man bei Springer, ob man gegen die einstweilige Verfügung vorgehen will.
Es gibt so viele Fragen auf der Welt. “Bild” hat sich für ihre heutige Ausgabe die folgenden ausgedacht:
LETZTE TOURNEE?
LETZTES ALBUM?
Holt die Polizei TOKIO-BILL zur Musterung?
Ist es jetzt vorbei mit dem wilden Rockstar-Leben?
Wollten sich Bill und Tom vor der Bundeswehr drücken?
Wie sollen Bill und Tom neun Monate Grundwehrdienst und ihre Musiker-Karriere unter einen Hut bringen?
WIRD IHRE BEVORSTEHENDE TOURNEE (AB 3. APRIL) IHRE LETZTE SEIN?
Werden sie überhaupt je wieder eine Platte aufnehmen?
Fällt die Band jetzt auseinander?
Wie wollen Bill und Tom jetzt weiter verfahren?
Anlass für all diese Fragen: ein sog. “Fragebogen zur Musterungsvorbereitung” [pdf], der allen Deutschen, die wehrpflichtig werden, nach ihrer “Erfassung” zugeschickt wird — und der laut “Bild” von zwei 17-jährigen Mitgliedern der Popgruppe Tokio Hotel bislang nicht beantwortet wurde, weshalb sie ein weiteres Schreiben vom Kreiswehrersatzamt bekommen hätten, in dem es heiße: “Bitte beachten Sie, dass die Verweigerung der erbetenen Auskünfte als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden kann!”
Diese, öh, Nachricht nutzt “Bild” heute für eine dramatische Titelschlagzeile (siehe Ausriss) und “Bild”-Redakteur Mark Pittelkau für die vielen aufgeregten Fragen — denen “Spiegel Online” inzwischen noch zwei weitere hinzufügt:
Gab es die Drohung der Geldbuße gar nicht? Oder aber ist der Fall sogar gravierender (…)?
Laut “Spiegel Online” erhält man das von “Bild” zitierte Schreiben nämlich “erst nach zweimaligem Ignorieren eines Musterungsbescheids (…) Demnach wären die Kaulitz-Brüder bereits zur Musterung geladen worden, dort aber nicht erschienen.” Dann ergäben zwar die “Bild”-Überschriften plötzlich mehr Sinn, dafür wäre aber dazugehörige Artikel irgendwie Murks.
Im Anschluss an die letzte “Bild”-Frage (“Wie wollen Bill und Tom jetzt weiter verfahren?”) schreibt Pittelkau:
Die Zwillinge und ihr Management wollten sich gestern gegenüber BILD nicht äußern.
Er hätte auch schreiben können: “Fortsetzung folgt…”
(Fortsetzung folgt…)
Nachtrag, 16.35 Uhr: Anders als “Bild” hat “Spiegel Online” die eigenen offenen Fragen inzwischen in einer aktualisierten Fassung des Artikels beantwortet:
Eine Sprecherin der Wehrbereichsverwaltung Nord in Hannover bestätigte heute, dass die beiden den Fragebogen bekommen hätten. Ein Musterungsverfahren sei aber noch nicht eingeleitet worden.
Der aktuelle Zwischenstand lautet demnach:
“Bild”-Artikel bloß irreführend, “Bild”-Überschriften Murks.
So steht’s heute in “Bild”, wobei im Artikel noch eine andere Formulierung für denselben Sachverhalt gewählt wurde:
Per Brief haben er [der Ex-Radprofi Jan Ullrich] und seine Rechtsanwälte die Wiederholung der Sendung verboten. (Link von uns.)
Das macht die Sache nicht besser. “Spiegel Online” berichtet dazu:
Ein Bericht der “Bild”-Zeitung von heute, in dem mit Bezug auf einen angeblichen schriftlichen Vertrag* zwischen Beckmann und Ullrich behauptet wird, dass der Radstar juristisch gegen weitere Ausstrahlungen der Sendung vorgehen wolle, ist laut Strohband [Ullrichs Manager] schlicht falsch.
Laut “Süddeutsche Zeitung” (Donnerstagsausgabe) wurde die Beckmann-Redaktion lediglich aufgefordert, Passagen des Gesprächs nicht an andere Redaktionen weiterzugeben. Und wie wenig die Sendung (die nach wie vor komplett online ist) verboten wurde, können auch 3sat-Zuschauer morgen ab 10.15 Uhr verfolgen, wenn “Beckmann” ungeschnitten wiederholt wird.
*) Hier irrt “Spiegel Online”: Von einem “schriftlichen Vertrag” zwischen Beckmann und Ullrich ist in “Bild” keine Rede.
P.S.: Auf Bild.de wurde die Überschrift inzwischen aktualisiert und der Artikel um eine Stellungnahme des NDR ergänzt. Die unsinnige und falsche “haben verboten”-Behauptung allerdings blieb von der Überarbeitung ebenso unberührt wie der Teaser.
Rasante Entwicklung – Wachsende Angebote im Online-Bereich der Zeitungen
(ndr.de, Video, 5:57 Minuten)
Am Anfang herrschte Angst: Als sich das Internet zu einem eigenständigen Medium entwickelte, waren viele Zeitungen und Verlage ratlos. Wächst da eine Konkurrenz? Werden die Leser künftig auf ihre Zeitung verzichten, stattdessen nur noch im Internet surfen?
Inzwischen herrscht Panik – anders als früher sorgt man sich nun plötzlich, bei der rasanten Entwicklung nicht Schritt halten zu können.
Rampensau ohne Rampe
(sueddeutsche.de, Jana Hensel)
Vor zehn Jahren war er das größte Moderatorentalent im deutschen Fernsehen – heute produziert er Talkshows, die nach eigenem Bekunden “keine Sau sieht”: Was geschah mit Friedrich Küppersbusch?
Microsoft macht Google Earth zum Mauerblümchen
(welt.de, Lars Winckler)
Bislang galt der Google-Atlas als das Nonplusultra für Luft- und Satellitenbilder. Doch jetzt kontert Microsoft mit “Virtual Earth”. Dort sind deutsche Städte ab sofort in Postkartenqualität dargestellt. Google ist deklassiert.
Schwarze Flecken auf der Karte
(spiegel.de, Christian Stöcker und Matthias Kremp)
Seit Google Earth ist jeder Computer ein Überflieger. Jetzt bekommt die digitale Weltkugel Konkurrenz von Microsoft. SPIEGEL ONLINE hat “Virtual Earth” getestet – und bizarre schwarze Löcher auf dem Globus gefunden.
“Die Deutschen sind locker geworden”
(tagesspiegel.de, Sonja Pohlmann)
Aber über die neue Schamlosigkeit kann sich Cordula Stratmann aufregen. Ein Gespräch über Humor.
Internet-Börsen
(sf.tv, Video, 11:27 Minuten)
Von der Espressomaschine bis zum Wohnhaus: Immer mehr Artikel werden über Internetbörsen gehandelt. Dabei machen professionelle Händler saftige Gewinne – mit raffinierten Tricks. Bereits leben Hunderte von Schweizern von solchen Verkäufen.