Der frühe Vogel

Martin Eisenlauer ist der Mann, den sie in „Bild am Sonntag“ den „Tech-Freak“ nennen, was vermutlich so etwas bedeuten soll wie „der nette Nerd von nebenan“. Gestern schrieb er über „die spannendsten Neuheiten in Google und Bing Maps“, was vermutlich so etwas bedeuten soll wie „verrückte Sachen, die ich jetzt erst entdeckt habe“.

Über den Kartendienst von Microsofts Suchmaschine Bing schreibt er:

Besonders eindrucksvoll ist die neue 
Vogelperspektive.

Sie ersetzt die klassische „Satelliten“- Ansicht und zeigt statt Dächern die Seitenwände von Gebäuden. Dazu wurden rund 215 Terabyte neuer Bilder hochgeladen, das ist eine Menge, wenn man weiß, dass 1 Terabyte 1024 Gigabyte sind.

Nun ja: Die halbhohe Vogelperspektive „ersetzt“ nicht das Luftbild von oben, sie ist zusätzlich verfügbar.

Und sie ist auch nicht „neu“: Die ersten „Bird’s Eye View“-Bilder von deutschen Städten gingen vor fünfeinhalb Jahren online.

Neu sind in der Tat die 215 Terabyte Bilder, die das bisherige Angebot ergänzen und aktualisieren sollen, wie es im Bing-Blog heißt.

Entsprechend alt ist dann auch das, was „Bild am Sonntag“ unter „Neuheiten von Google Maps und Bing“ beschreibt:

Dank der „Vogelperspektive“ kann man sich viel besser anhand von Luftbildern orientieren. Jeder Kartenabschnitt ist in vier verschiedenen Perspektiven verfügbar, man kann Gebäude also von allen Seiten betrachten. Aufgerufen wird diese Funktion unter maps.bing.de durch einen Klick auf „Vogelperspektive“ oben links in der Kartenansicht.

Mit Dank an Knut W.