Suchergebnisse für ‘Korrekturspalte’

Kurz korrigiert (414)

Würde die „Bild“-Zeitung jeden Tag nur 3440 Exemplare verkaufen, wäre sie ebensowenig die meistverkaufte Tageszeitung Europas wie Google mit einem Markenimagewert von 49 Mio. Euro die wertvollste Marke der Welt oder BMW mit 19 Mio. Euro die wertvollste Marke „Made in Germany“.

„Bild“ hält das dennoch nicht davon ab, auf ihrer heutigen Titelseite (siehe Ausriss) fälschlicherweise [pdf] zu behaupten, Google stehe mit einem Wert von „49 Mio. Euro“ an der Spitze der wertvollsten Marken der Welt, und die wertvollste Marke „Made in Germany“ sei BMW mit einem Wert von „19 Mio. Euro“.

Mit Dank an Torsten W., Philipp S. und M.P. für den Hinweis.

Nachtrag, 27.4.2007: „Bild“ hat den Fehler anderntags in ihrer „Korrekturspalte“ korrigiert.

Wie blöd kann man eigentlich sein?

Nur zur Erinnerung: Die TV-Entertainerin Charlotte Roche (29) ist eine Frau, über die in den vergangenen Jahren verschiedene Medien schrieben, sie sei von „Bild“-Mitarbeitern „erpresst“ worden und über die (nachdem sich „Bild“ gegen diese Behauptung juristisch gewehrt hatte) man immerhin behaupten darf, dass sie von mehreren Menschen, die sich als „Bild“-Mitarbeiter ausgaben, „erpresst“ worden sei. Charlotte Roche ist jene Frau, die, weil sie sich von „Bild“-Mitarbeitern „erpresst“ fühlte, dem Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, ins Gesicht sagte, dass sie ihn „für einen schlechten Menschen halte — wegen der ‚Bild‘-Zeitung“. Charlotte Roche kam mal mit einem BILDblog-Schriftzug auf dem Kleid in die „Harald Schmidt Show“ und wurde u.a. vom „Stern“ mit dem Satz zitiert:

„Man muss ein Zeichen setzen gegen die Angst vor ‚Bild‘.“

Heute nun berichtet „Bild“ über Boris Becker und schreibt:

"Mit Tänzerin Charlotte Roche (30) jettet Boris auch gern durch die Gegend, führte sie zuletzt zu den

Wir halten das, gelinde gesagt, für unwahrscheinlich.*

*) Bild.de inzwischen übrigens auch.

Mit Dank an Astrid K., Anne-Kirstin K., Andrea E., Rainer F. und Thomas M.

Nachtrag, 26.4.2007: „Bild“ hat den Fehler tags drauf in einer Sonderausgabe ihrer Korrekturspalte ausführlichst korrigiert und bedauert.

Totgesagte leben länger

In einem taiwanesischen Zoo wurde unlängst einem Tierarzt der linke Unterarm von einem Krokodil abgebissen und im Krankenhaus anschließend wieder angenäht. „Bild“ berichtet darüber heute auf der Titelseite (siehe Ausriss) und schreibt:

Tierpfleger eilten zur Hilfe, erschossen das Krokodil, retteten den Arm (BILD berichtete).

Und es stimmt: „BILD berichtete“. In der gestrigen Ausgabe hieß es dazu:

Pfleger eilten zu Hilfe,
erschossen das Tier.

Und unmittelbar neben einem Foto des Krokodils stand zudem:

Das erschossene Krokodil
hat den abgebissenen Arm
noch im Maul.

Allerdings wird eine falsche Tatsachenbehauptung ja dadurch nicht weniger falsch, dass sie auch gestern schon in „Bild“ stand (und auch heute noch bei Bild.de* oder stern.de* steht). Im Gegenteil: Während es gestern noch widersprüchliche Angaben über den Gesundheitszustand des Krokodils gegeben hatte (Version A: Das Tier wurde erschossen. Version B: Es wurden zwei Schüsse abgegeben, die das Tier zwar erschreckten, aber unverletzt ließen), ist inzwischen offenbar klar: Das Krokodil ist wohlauf und sogar eine Attraktion des betroffenen Zoos geworden.

Nur nicht in „Bild“, der großen Zeitung mit Korrekturspalte: Da ist das Reptil heute noch genau so mausetot, wie gestern „berichtet“.

Mit Dank (dann doch) an Thomas L., Michael M. und Patrick.

*) Nachtrag, 14.4.2007: Mit etwas Verspätung haben nun zumindest Bild.de und stern.de die Behauptung, das Krokodil sei „erschossen“ worden, ersatzlos gestrichen.

Symbolfoto XLV

Netter Versuch.

Aber die heute von „Bild“ abgebildete Boeing 747 (also das als „Jumbo-Jet“ bekannte Flugzeug mit dem charakteristischen „Buckel“) wird leider auch dadurch nicht zum Airbus 330-300, dass die „Bild“-Zeitung „Airbus A330-300“ draufschreibt.

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber.

PS: Bild.de zeigt das falsche Flugzeug immerhin kommentarlos.

Nachtrag, 13.2.2007: „Bild“ hat’s heute in ihrer „Korrekturspalte“ korrigiert.

Verlierer des Tages (Wiedervorlage)

Man könnte meinen, eine Korrekturspalte sei dazu da, Fehler zu korrigieren. Außer bei „Bild“ natürlich. Denn bei „Bild“ ist die Korrekturspalte auch dazu da, Fehler zu wiederholen.

Vor zwei Wochen hatte „Bild“ Jürgen Rüttgers (CDU) zum „Gewinner“ des Tages gemacht, weil er in einer von der SPD bezahlten Umfrage von der Mehrheit der Nordrhein-Westfalen als beliebtester SPD-Politiker genannt worden sei.

Tatsache aber ist: Rüttgers war in einer nicht von der SPD bezahlten Umfrage von einer Minderheit der Nordrhein-Westfalen am dritthäufigsten als SPD-Politiker genannt worden.*

Zwei Wochen später ist es „Bild“ nun gelungen, eine „Berichtigung“ zum Thema abzudrucken:

Unter der Rubrik "Gewinner" hatte BILD am 7. Dezember 2006 berichtet, dass die SPD die Forsa-Umfrage nach dem beliebstesten SPD-Politiker, aus derer nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) als Sieger hervorging, bezahlt hat. Dies hat sich als unzutreffend erwiesen. Die SPD hat diese Forsa-Umfrage nicht bezahlt.
Man mag sich nicht vorstellen, welches juristische Hin und Her hinter den Kulissen der Formulierung „hat sich als unzutreffend erwiesen“ vorangegangen ist, damit nun endlich, zwei Wochen später, auch in „Bild“ steht, was sich doch eigentlich bereits am Tag der Veröffentlichung als unzutreffend erwiesen hatte. Die SPD jedenfalls möchte sich dazu nicht mehr äußern.

Und dass die heutige „Berichtigung“ den dritt(!)bekanntesten(!) „SPD-Politiker“ weiterhin fälschlicherweise als Beliebtheits(!)sieger(!) dastehen lässt, korrigiert „Bild“ garantiert morgen nach Weihnachten im nächsten Jahr nie.

*) Ein Teil der „Bild“-Fehler stammte aus der „FAZ“. Zufälligerweise fand sich dort an Tag vor dem heutigen „Bild“-„Berichtigung“ folgende „Richtigstellung“:

„Am 5. Dezember hat diese Zeitung (…) über eine Meinungsumfrage aus dem vergangenen Sommer berichtet, die den Bekanntheitsgrad nordrhein-westfälischer SPD-Politiker untersucht. Dabei war behauptet worden, die SPD selbst habe die Umfrage in Auftrag gegeben. Dies hat sich als unzutreffend erwiesen. (F.A.Z.)“

FAZ.net hat den Hinweis auf die SPD als vermeintlichen Auftraggeber der Umfrage ersatz- und kommentarlos gestrichen.

„BILD-Vatikan-Experte“ kein Moslem-Experte

"17.49 Uhr"

„17.49 Uhr“ ist eine super Uhrzeit: auf die Minute genau quasi.

Sie stand am Freitag in „Bild“, weil Papst Benedikt XVI. in Istanbul war und „BILD-Vatikan-Experte“, „BILD-Vatikan-Korrespondent“ bzw. „BILD-Vatikan-Sonder-Korrespondent“ Andreas Englisch darüber berichtete. Hinter die Uhrzeit schrieb Englisch:

Benedikts Besuch wird zur Sensation. In sich versunken steht er mit Ali Bardakoglu, dem Chef der türkischen Religionsbehörde, in der Moschee, richtet seine Gedanken zu Gott. (…) „Alle Muslime“, sagt Bardakoglu, „sind glücklich, dass Sie unser Land besucht haben.“

Möglicherweise aber hat Herr Englisch beim Berichterstatten über die „Sensation“ ein bisschen zuviel auf die Uhr geschaut. Denn der Mann, der in dem Moment neben dem Papst versunken in der Moschee stand, als dessen Besuch „zur Sensation“ wurde, war nicht Ali Bardakoglu, Chef der türkischen Religionsbehörde, mit dem sich der Papst (wie doch auch Englisch selbst am Mittwoch in „Bild“ zu berichten wusste) bereits Tage zuvor getoffen hatte, sondern der Mufti von Istanbul, Mustafa Cagrici.

Aber was soll’s*: Beide hatten so weiße Hüte auf, als sie neben dem Papst standen — und die Uhrzeit stimmte bestimmt.

Mit Dank an Daniel K. Für den Hinweis.

*) In der Samstagsausgabe findet sich dort, wo „Bild“ sonst häufiger die Korrekturspalte platziert, ein Papstfoto. Und in dem dazugehörigen Artikel kommt dann auch noch kurz „Istanbuls Mufti Mustafa Cagrici“ vor. Hier allerdings ist Cagrici überraschenderweise der Mann, „mit dem Benedikt in der Blauen Moschee gebetet hatte“.

Pack‘ die Badehose ein! (3)

Sicher, Fehler passieren. Aber haben Sie die gestrige „Bild“-Berichtigung erkannt? Nein? So sah Sie aus:

"Barbados-Reise: EU-Politiker kassieren auch noch Tagegeld"

Oberflächlich betrachtet beschäftigt sich diese Meldung mit der unerhörten Tatsache, dass EU-Abgeordnete auf einer Dienstreise in die Karibik „auch noch Tagegeld“ in Höhe von 137 Euro kassiert haben:

Und das, obwohl Reisekosten (Flüge in der Business-Klasse) und die Unterkunft in Luxushotels vom EU-Parlament bezahlt wurden.

Stimmt. Fragt sich nur, warum eine Tageszeitung daraus eine aktuelle Meldung macht. EU-Parlamentarier bekommen immer und seit Jahren schon Tagegeld, wenn sie an „offiziellen Sitzungen der Organe des Parlaments“ teilnehmen (274 Euro seit 1.1.2006). Und im keineswegs geheimen „Praktischen Leitfaden für die Abgeordneten“ (Stand: 2004) heißt es dazu:

Für Sitzungen außerhalb des Hoheitsgebiets der Europäischen Union wird das Tagegeld um die Hälfte gekürzt, doch die Kosten für Übernachtung und Frühstück werden vom Parlament übernommen.

Offenbar hat Dirk Hoeren diese altbekannte Tatsache also nur deswegen aufgeschrieben, weil bei „Bild“ die streng rationierten Korrekturspalten langsam knapp werden. Denn die eigentliche Neuigkeit für „Bild“-Leser steht am Ende (siehe Ausriss rechts). Ganz nebenbei korrigiert „Bild“ dort nämlich, dass Lissy Gröner, anders als „Bild“ vor gut zwei Wochen berichtet hatte, gar nicht an der vermeintlichen „Lustreise“ in die Karibik teilgenommen hatte.

P.S: Die Information, dass die Karibik-Reisenden 137 Euro Tagesgeld bekamen, enthielt auch schon der RTL-Bericht, aus dem „Bild“ am vergangenen Montag ausführlich zitierte. Dass „Bild“ diese Tatsache erst gestern aufgefallen ist, darf man also ausschließen.

Kurz korrigiert (288-294 293 292)

Klar, am Anfang war die Lage unübersichtlich, und „Bild“ war bei weitem nicht das einzige Medium, das in der Berichterstattung über den Emsdettener Amoklauf den ein oder anderen Fehler gemacht hat. Aber schließlich hat „Bild“ ja seit Juli wieder eine Korrekturspalte. Genutzt hat sie die in den vergangenen beiden Tagen allerdings nicht. Dabei hätte sie lang werden können:

  • „Bild“ schrieb über Bastian B., er habe „mit Freunden ‚Gotcha‘“ gespielt. Offenbar war er jedoch „Airsoft“-Spieler.
  • „Bild“ schrieb, die Polizei habe im Wohnhaus der Eltern „eine Gaspistole, eine Softairwaffe und ein Luftgewehr (Pumpgun)“ sichergestellt. Tatsächlich ist „Pumpgun“ jedoch kein Synonym für „Luftgewehr“.*
  • „Bild“ schrieb, die Schwester von Bastian B. sei auf dieselbe Schule gegangen, wie Bastian B. Tatsächlich geht sie jedoch nicht auf die Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten, sondern offenbar auf das Martinum Gymnasium.
  • „Bild“ schrieb, Bastian B. habe für das Computerspiel Counter Strike „schon als 12-Jähriger (…) ein dreidimensionales Modell seiner Schule“ programmiert. Das hatten zwar tatsächlich Schüler der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) erzählt, „Spiegel Online“ berichtete jedoch vorgestern, dass es höchst zweifelhaft sei, dass eine solche „map“ der GSS überhaupt existiert und dass Bastian B. sie programmiert hat.**
  • „Bild“ zeigte eine Abbildung der vermeintlichen map der GSS Emsdetten (siehe Ausriss unten). Tatsächlich handelt es sich, wie derselbe „Spiegel-Online“-Artikel deutlich machte, dabei jedoch um eine ganz andere GSS in Melsungen.
  • „Bild“ schrieb in Bezug auf die Counter-Strike-map, Bastian B. sei „nächtelang (…) per Joystick durch die virtuellen Schulflure“ gerannt und habe versucht, „in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Lehrer und Schüler zu erschießen“. Tatsächlich gibt es in Counter Strike jedoch keine Schüler und Lehrer, sondern lediglich „Terroristen“, „Counterterroristen“ und gegebenenfalls Geiseln, die allerdings nicht mal die Geiselnehmer erschießen dürfen, ohne Strafpunkte zu bekommen. (Übrigens wird Counter Strike in der Regel nicht mit dem Joystick gespielt, sondern mit der Tastatur).
  • „Bild“ schrieb über „Counterstrike (ab 16)“: „Spezialität: Headshots (Kopfschüsse)! Blut spritzt dabei.“ Tatsächlich „spritzt“ in der in Deutschland ab 16 frei erhältlichen Version kein Blut. (Wahrscheinlich ist deshalb auf dem Screenshot, den „Bild“ heute abdruckt und dazu schreibt, „blutspritzende Opfer einer ‚Counterstrike‘-Kampfsequenz“ auch kein Blut zu sehen.)

Sicher, das mögen keine besonders gravierenden Fehler sein, aber dafür nutzt „Bild“ die Korrekturspalte ja ohnehin nicht.

Mit Dank an die zahlreichen Hinweisgeber.

*) Nachtrag, 22.00 Uhr: Wir müssen uns leider in einem Punkt korrigieren: Offenbar handelt es sich bei dem sichergestellten Luftgewehr um eine Pumpgun, wie einer Pressemitteilung der Polizei zu entnehmen ist.

**) Nachtrag, 22.35 Uhr: Wie es aussieht, gibt es doch eine Counter-Strike-map der GSS Emsdetten, wie „Spiegel Online“ inzwischen berichtet. Ob „Bild“ die auch kannte, bleibt offen.

Pack‘ die Badehose ein!

Diese große Schlagzeile steht heute auf Seite 2 der „Bild“-Zeitung:

"Wenn das keine Lustreise ist! 80 EU-Abgeordnete mit Ehepartner in die Karibik"

In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht auf drei Dinge hinweisen:

Erstens ist die Karibik nicht nur ein beliebtes Urlaubsparadies, sondern in weiten Teilen auch Entwicklungsregion.

Zweitens, schreibt „Bild“ selbst im Text über die Ehepartner:
"Für (auf eigene Kosten mitreisende) Ehepartner"

Und drittens zeigt „Bild“ unter der Zeile „Und diese Deutschen sind dabei“ fünf Europaabgeordnete. Einer davon ist Andreas Schwab und eine weitere Lissy Gröner (siehe Ausriss).

Andreas Schwab teilt uns aber mit:

Das ist eine „lustige“ Geschichte. (…) Nur: Leider fahre ich nicht mit. Und das war schon seit langem klar.

Und von Lissy Gröner erfahren wir:

Ich wäre gerne dabei gewesen, kann aber leider wegen mehrerer wichtiger Termine nicht an der Dienstreise teilnehmen.

P.S.: Der EU-Abgeordnete Michael Gahler, der auch mit nach Barbados reist, hat zum heutigen „Bild“-Artikel übrigens eine informative Pressemitteilung herausgegeben, die den Titel trägt: „BILD hat recht — aber noch viel mehr unrecht!“

Nachtrag, 17.11.06: „Bild“ berichtigt den Karibik-Artikel in ihrer heutigen Korrekturspalte — allerdings nur teilweise:

Nachtrag, 17.11., 18.56 Uhr: Andreas Schwab versichert uns auf Nachfrage noch einmal, dass er „seinen Platz“ nicht „kurzfristig einem anderen Abgeordneten-Kollegen zur Verfügung gestellt“ habe.

Kurz korrigiert (282)

Nachdem die schwedischen Musiker Benny Andersson und Björn Ulvaeus ihrer Kollegin Madonna im letzten Jahr für deren Song „Hung Up“ die Verwendung eines Melodiebogens aus dem ABBA-Klassiker „Gimme, Gimme, Gimme“ gestattet hatten, behauptet die „BamS“ heute, Madonna habe „als Erste und Einzige“ die Erlaubnis bekommen, „Songs der Pop-Legende ABBA zu benutzen“.

Aber was ist dann mit der Behauptung des „Hamburger Abendblatts“* vom 20.10.2005, es sei „das zweite Mal, daß die Schweden einem anderen Künstler erlaubten, ABBA-Musik zu benutzen“? Oder mit der „Welt“*? Die behauptete am 7.11.2005 ebenfalls korrekt: „Erst das zweite Mal nämlich haben Benny & Björn von Abba ein Sample aus ihrer Schöpfung freigegeben.“

Mit Dank an Sebastian D. für den Hinweis.

*) Aus der Fülle von Quellen, welche die heutige „BamS“-Behauptung widerlegen, haben wir hier spaßeshalber beispielhaft zwei Publikationen ausgewählt, die wie die „BamS“ zum Axel-Springer-Konzern gehören.
 
Nachtrag, 19.11.2006: In ihrer Korrekturspalte schreibt die „BamS“ heute über ihre Madonna-Behauptung: „Das stimmte nicht. Die Hip-Hop-Gruppe ‚The Fugees‘ (1997) und die Popsängerin Tanita Tikaram (1998) waren die ersten, für die ein ‚ABBA‘-Sample offiziell freigegeben wurde. Madonna kam danach.“ Woher die „BamS“ die Tikaram-Info hat, wissen wir nicht. Aber vielleicht haben sich ja Andersson und Ulvaeus selbst geirrt, als sie dem „Telegraph“ (hier nochmals der Link) über Madonnas ABBA-Sampling sagten: „This is only the second time we have given permission.“ Und dass der Fehler nach wie vor unkorrigiert bei Bild.de (hier nochmals der Link) steht, hat wahrscheinlich auch irgendeinen Sinn…

Blättern:  1 ... 2 3 4 5 6