„Bild“ kürzt „Bild“-Kritik

Mit einem einzigen Tweet versetzt er Fans und TV-Zuschauer in Sorge.

schreibt Bild.de über den TV-Moderator Walter Freiwald. Auf der Startseite steht:

Screenshot Bild.de - Fans in Sorge um TV-Moderator Walter Freiwald - Der Krebs wird mich töten

Bei Twitter hat Freiwald seine Followerinnen und Follower über seine Krebserkrankung informiert. Er sagt, er werde die Krankheit nicht überleben. Die „Bild“-Redaktion zitiert den Tweet dann auch wörtlich im Artikel:

Auf Twitter postete der RTL-Moderator Walter Freiwald (65) am Mittwochabend: „Bevor irgendwelche Unwahrheiten über meine Person verbreitet werden, will ich selbst mitteilen, dass ich unheilbar krank geworden bin und diese Krankheit nicht überleben werde.“

Und weiter: „Der Krebs ist ein Arschloch und wird mich töten. Ich liebe meine Frau und meine Kinder.“

Allerdings fehlt da was — Freiwalds Tweet ist noch ein bisschen länger. Und es kann kein Zufall sein, dass sie bei Bild.de genau die Stelle rausgelassen haben, in der Freiwald klar sagt, von wem er mögliche „Unwahrheiten über meine Person“ erwartet:

Screenshot eines Tweets von Walter Freiwald - Bevor die Bild oder RTL irgendwelche Unwahrheiten über meine Person verbreitet, will ich selbst mitteilen, dass ich unheilbar krank geworden bin und diese Krankheit nicht überleben werde. Der Krebs ist ein Arschloch und wird mich töten. Ich liebe meine Frau und meine Kinder.

Mit Dank an die vielen Hinweisgeber!

Nachtrag, 21:18 Uhr: Die Redaktion hat ihren Artikel inzwischen überarbeitet und die Stelle mit dem Zitat von Walter Freiwald geändert. Sie lautet nun:

Auf Twitter postete der RTL-Moderator Walter Freiwald (65) am Mittwochabend, dass er selbst mitteilen wolle: „… dass ich unheilbar krank geworden bin und diese Krankheit nicht überleben werde.“

Die eventuellen „Unwahrheiten“ sind nun kein Thema mehr. Und die Leserinnen und Leser von Bild.de erfahren auch nicht, dass der Artikel mal anders aussah: Einen Hinweis auf die Änderung gibt es nicht.