VW-Postille „Welt“, Stumme Radios, Abgezockte Influencer abgezockt

1. Poschardts „Welt“ macht Volkswagen den Autohof
(uebermedien.de, Stefan Niggemeier)
Wer sich am Dienstag die „Welt“ kaufte, rieb sich verwundert die Augen. Wesentliche Teile der Zeitung bestanden aus VW-PR. Im Impressum tauchte sogar der Name des VW-Vorstandsvorsitzenden als „Welt“-Chefredakteur auf. Stefan Niggemeier kommentiert: „Axel Springer hat VW mit der „Welt“-Sonderausgabe ein Geschenk gemacht, das ungleich größer ist, als wenn man dem Unternehmen kostenlos alle Seiten für Anzeigen zur Verfügung gestellt hätte. Gerade die scheinjournalistische Inszenierung der VW-Botschaften im redaktionellen Umfeld einer Tageszeitung verschafft ihnen eine besondere Wirkung.“

2. Farbanschlag auf Redaktion in Zürich
(persoenlich.com)
Roger Köppels „Weltwoche“ ist Opfer eines Farbanschlags geworden. Zuvor war bereits „Weltwoche“-Redakteur Alex Baur bei einer Feier zum 1. Mai angegriffen worden.

3. Solitär auf allen Kanälen
(kontextwochenzeitung.de, Moritz Osswald)
Ein angehender Medienschaffender berichtet von seinem Besuch im Hauptquartier der Südwestdeutschen Medienholding, dem Pressehaus. Dort „kämpft man ums Überleben“. Entsprechend machen sich beim Besucher gemischte Gefühle breit.

4. Alle mal herschauen
(sueddeutsche.de, Jaqueline Lang)
Die Onlinetalkshow „Black Rock Talk“ wendet sich vornehmlich an Menschen mit Migrationshintergrund. Ohne nennenswertes Budget produziert Esra Karakaya alle paar Wochen ihre Sendung in den Räumlichkeiten des Communitysenders Alex Berlin. Es gehe hauptsächlich um Rassismus und Diskriminierung. „Ich will, dass wir über Schmerzhaftes sprechen, aber mit popkulturellem Aufhänger“, so die Moderatorin.

5. Massenhafter Ausfall von Internetradios
(heise.de, Michael Link)
Seit Anfang Mai funktionieren viele Internetradios nicht mehr, da ein Dienstleister für die Senderdatenbank seine Arbeit eingestellt hat. Die Umstellung auf einen anderen Anbieter ist lästig und geht zu Lasten des Komforts.

6. 20 deutsche Influencer in der Türkei abgezockt: Kein Hotel, Reisepässe weg
(maz-online.de)
20 deutsche Influencer sollen von einem falschen Reisebüro in die Türkei gelockt und dort beklaut worden sein. Angeblich sollen es die Diebe nur auf die Reisepässe der ReiseteilnehmerInnen abgesehen haben. Die derart bestohlenen Influencer blieben auf den Kosten für Übernachtung und Rückflug sitzen.